Mit Amazon Geld verdienen – Erfahrungen & so geht´s 2024

Tom Schmidt

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Amazon ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Konsumgesellschaft. Eine aktuelle Studie des IFH Köln zeigt, dass bereits 94% aller Online-Shopper in Deutschland schon einmal etwas auf Amazon bestellt haben.

Nahezu jeder von uns nutzt die Plattform Amazon im Alltag. Die grenzenlose Auswahl an Produkten, Lieferung am nächsten Tag und der erstklassige Kundenservice sind für viele unverzichtbar geworden.

Doch was die wenigsten wissen: Auf Amazon kann man nicht nur shoppen, sondern auch selbst Artikel verkaufen und damit durchaus sehr viel Geld verdienen – und das zum Teil ohne eigenes Produkt, ohne Vorerfahrung und ohne nennenswertes Startkapital.

Wie genau dieser Verkauf funktioniert und welche drei Möglichkeiten es im Jahr 2024 auf das Siegertreppchen der beliebtesten Geschäftsmodelle des Online Marktplatzes Amazon geschafft haben, das wollen wir euch im folgenden Beitrag verraten.

 

Wie du an Amazons Erfolg mitverdienen kannst

Der Aufstieg Amazons zur Nr. 1 eCommerce-Plattform ist einmalig: In den letzten 10 Jahren hat sich ihr Umsatz versechsfacht und stieg, aufgrund der Pandemie, im Jahr 2021 auf über 38 Milliarden Euro. Davon profitiert aber nicht nur Amazon selbst, sondern auch unzählige andere Personen und Unternehmen auf der Welt, die auf Amazon ihre Produkte verkaufen.

Das liegt an der grundsätzlichen Beschaffenheit Amazons: Als Marktplatz und Handelsplattform bietet Amazon externen Händlern die Möglichkeit Geld zu verdienen, indem sie ihr Produkt auf Amazon anbieten und es damit für Millionen von potentiellen Kunden verfügbar machen.

Amazon selbst verdient an jedem Verkauf dieser Händler und natürlich auch an Eigenmarken (z. B. Amazon Basics, Private Label Produkten), Abo-Modellen (Prime, Audible und Co.) und diversen anderen Sparten.

Aus diesem Grund stellt Amazon eigene Programme zur Verfügung, die das Verkaufen eigener Artikel auf der Plattform für jeden einfach und attraktiv gestalten sollen, somit kann jeder mit Amazon Geld verdienen.

Das wohl größte und bekannteste Programm nennt sich Amazon FBA („Fullfillment by Amazon“). Hierbei geht es vereinfacht gesagt darum, physische Produkte jeglicher Art zu produzieren oder einzukaufen und diese anschließend ins Lager von Amazon zu schicken. Wird nun eine Einheit des Produkts über die Plattform verkauft, schickt Amazon das Produkt aus dem Lager direkt an den Kunden. So kann man mit Amazon Geld verdienen und profitiert von der Reichweite jeder Zielgruppe, über die der Online Shop Amazon verfügt. Händlern ist es so möglich ein Produkt zu verkaufen und auf die Struktur des großen Anbieters Amazon zurückgreifen.

Ein weiteres sehr beliebtes Modell ist Amazon KDP („Kindle Direct Publishing“). Bei diesem Modell geht es um den Verkauf von eBooks und Büchern auf Amazon. Als Jeff Bezos das Unternehmen im Jahr 1994 an den Start brachte, fing er genau damit an, da Bücher sehr einfach zu versenden waren und gute Margen einbrachten. Besonders interessant an diesem Modell ist das verwendete Print-on-demand-Verfahren. Die über KDP veröffentlichten Bücher werden erst gedruckt, wenn sie tatsächlich verkauft wurden. So startet man ohne große Auflage, mit kleinem Invest und wenig Risiko.

Das dritte und letzte Programm in diesem Beitrag heißt Amazon MBA („Merch by Amazon“). Vielleicht kennst du dieses Modell auch unter dem weit verbreiteten Namen „T-Shirt-Business“. Hierbei verdient man Geld über den Verkauf von Designs auf generischen Textilprodukten wie T-Shirts, Hoodies uvm. Auch diese Produkte werden von Amazon unkompliziert über ein Print-on-demand-Verfahren abgewickelt, diese Vergütung vom Verkauf der Artikel kann sich der Partner dann auszahlen lassen.

 

Geld verdienen mit Amazon – welches Modell ist das beste?

Mit allen drei Tools besteht die Möglichkeit auf Amazon Geld zu verdienen und alle Modelle haben ihre absolute Daseins-Berechtigung. Es gibt nicht das eine beste Modell, sondern du musst für dich das Modell innerhalb der Möglichkeiten finden, welches am besten zu dir, deinen Fähigkeiten und deinen Voraussetzungen passt.

Mit diesem Artikel wollen wir dich dabei bestmöglich unterstützen, das für dich passende Modell zu finden mit dem du Geld verdienen kannst. Wenn du bis zum Ende liest, weißt du genau, welches Modell der Amazon Website für dich am besten geeignet ist und wirst von jedem Modell die Schritte kennen, die du als nächstes gehen musst.

 

Mit Amazon FBA Geld verdienen – Werde selbst zum Online Händler!

Schaut man sich die Palette der Produkte auf Amazon an, dann gibt es wohl kaum etwas, was es dort nicht gibt. Egal ob Elektronikartikel, Babyspielzeug, Lebensmittel oder Küchengeräte – mit wenigen Klicks sind Produkte auf dem Weg zu uns nachhause. Artikel aus jedem Bereich des Lebens sind dort von Amazon selbst oder anderen Unternehmen zu finden und werden schnell zum Kunden geliefert. Auch der Verkauf von Private Label Produkten nimmt immer mehr zu. Bei diesen Private Label Waren handelt es sich um Eigenmarken eines Amazon FBA Händlers, die ausschließlich in dessen Namen produziert und vertrieben werden.

Die wenigsten Käufer auf Amazon wissen jedoch, dass die meisten Artikel gar nicht von Amazon selbst, sondern von Dritthändlern angeboten werden. Diese können die Plattform für ihre Geschäfte nutzen und dabei sogar auf die Infrastruktur von Amazon zurückgreifen, indem sie Kommissionierung, Verpackung, Versand, Lagerung, Kundensupport und Retourenmanagement von Amazon abwickeln lassen (auf Englisch: Fullfilment by Amazon).

Für diese Dienstleistungen drücken die Händler im Schnitt rund 15% Vergütung ihrer Marge an Amazon als Gebühr ab, immer abhängig von der jeweiligen Produktkategorie. Die meisten Händler verkaufen ihre Produkte dennoch mit einer Marge von teilweise über 30% auf Amazon und profitieren natürlich enorm vom leichten Handling, der riesigen Kundschaft und dem zuverlässigen Versand der Produkte.

Das Modell hat sich in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Doch welche Schritte muss man gehen, um als Verkäufer auf Amazon durchzustarten, sein Produkt erfolgreich zu verkaufen und wie lässt sich somit Geld verdienen?

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Was macht Amazon FBA so attraktiv?

Amazon FBA ist ein extrem skalierbares Geschäftsmodell. Sobald du einmal den „Code geknackt“ hast und weißt, wie du Produkte erfolgreich verkaufen kannst, musst du diesen Vorgang nur immer wieder wiederholen, um dein Einkommen zu steigern.

Ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, kann man behaupten, das Fulfillment by Amazon ein wahre Millionärsfabrik ist. Es gibt unzählige Erfolgsgeschichten, die zeigen, was für ein unheimliches Potenzial in diesem Geschäftsmodell steckt, wenn man es dann professionell betreibt.

Zudem haben physische Produkte auf Amazon immer noch das größte Potenzial. Es gibt Produkte, die sich monatlich mehr als 10.000 Mal auf Amazon verkaufen. Auch die Zukunftsaussichten von FBA sind gut: Amazon wächst stetig und ist einer der größten Profiteure der turbulenten letzten Jahre. 

Darüber hinaus ist FBA enorm facettenreich und du bekommst als Anfänger Wissen in ganz unterschiedliche Bereiche des eCommerce, von dem du sicher auch in anderen Online-Business Modellen, außerhalb Amazons, profitieren wirst.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit eines schnellen Markenaufbaus. Amazon setzt uns quasi ein Millionenpublikum vor die Nase und wir können uns recht einfach eine Stammkundschaft aufbauen, die wir anschließend auch außerhalb Amazons monetarisieren können. In der Online-Welt nennt man das Zielgruppenbesitz, welcher wertvoller ist als der eigentliche Produktbesitz. All diese Möglichkeiten und Daten müssen gekonnt genutzt werden um auf Amazon Geld zu verdienen und Produkte zu vertreiben. Aus der beworbenen Zielgruppe werden Stammkunden, die regelmäßig Käufe tätigen, mit gezieltem Marketing lässt sich so dauerhaft ein Geschäft aufbauen und auf Amazon Geld verdienen.

 

Was dir kein FBAler erzählt

Auch wenn FBA von vielen hochgelobt wird, gibt es diverse Schattenseiten als Amazon Partner, über die du als Anfänger informiert sein solltest.

Der wichtigste Punkt ist wie immer das Geld. Im Vergleich zu den anderen, hier vorgestellten Modellen, hast du einen enorm hohen Kapitalbedarf. Mit weniger als 10.000 Euro Startkapital ist es mittlerweile kaum noch sinnvoll zu starten. Das liegt vor allem an den hohen Produktions- und Entwicklungskosten der FBA Produkte.

Zudem ist nachteilig, dass man zusätzlich eine hohe Bindung des eigenen Kapitals hat. Du musst quasi immer warten bis die Produkte in deinem Amazon Lager vollständig abverkauft sind, bis du dein investiertes Geld zurückbekommst und Gewinne einstreichst. Das ist bei KDP und MBA durch das Print-on-demand-Verfahren anders, die Artikel werden werden erst nach der Bestellung gefertigt und an den Kunden gesendet, so lässt sich leicht Geld auf Amazon verdienen, ohne große Kapitalbindung in fertige Ware.

FBA gibt es schon seit vielen Jahren und es ist eines der bekanntesten Möglichkeiten online viel Geld zu verdienen. Dementsprechend viele Mitstreiter gibt es auch. Der Markt ist sehr dynamisch und stark umkämpft. Insbesondere der Konkurrenzdruck aus Asien ist in den letzten Jahren auf Amazon stetig größer geworden. Produkte werden oftmals dreist kopiert und durch den direkten Draht zum Produzenten mit besseren Margen produziert, dies fördert den Verkauf bei diesen Händlern. Deutsche Verkäufer ziehen hier oftmals den Kürzeren, bleiben auf ihren Waren sitzen und generieren weniger Umsatz mit den angebotenen Produkten.

Ein weiterer von vielen unterschätzter Nachteil ist das Handling und die Kommunikation mit ausländischen Firmen und Behörden beim Ein- und Verkauf, wie z. B. dem Zoll. Ganz zu schweigen von dem buchhalterischen Aufwand, meistens ist es sinnvoll die Buchhaltung extern bearbeiten zu lassen.

Insbesondere in den letzten Monaten haben sich immer wieder negative Folgen der Wirtschaft auf das FBA Business abgezeichnet. Lieferengpässe, Währungsschwankungen, steigende Transportkosten, Inflation uvm. haben dazu geführt, dass viele FBAler sogar ihr Business aufgeben mussten. Alle Hintergründe dazu findest du hier im Video.

Also wie immer ist nicht als Gold was glänzt und man sollte Chancen und Risiken dieses Modells genau abwägen. Am Ende dieses Artikels ziehen wir übrigens einen großen Vergleich und ein Fazit.

 

Amazon KDP – Mit Büchern zum passiven Einkommen

Eine etwas unbekanntere Möglichkeit auf Amazon Geld zu verdienen, ist der Verkauf von eBooks und Büchern über Amazon KDP.

Wer denkt, Amazon KDP sei nur etwas für Autoren irrt sich: Die meisten Kindle Publisher schreiben ihre Bücher nicht selbst, sondern lagern die Texterstellung an Experten aus. Ist ein Buch einmal fertig erstellt, kann es nun bei guter Vermarktung tausendfach über die Plattform verkauft werden.

Besonders spannend ist hierbei das Print-on-demand-Verfahren, welches die Tatsache beschreibt, dass Bücher erst dann gedruckt werden, wenn sie bereits verkauft wurden.

Ein riesiger Vorteil, denn so müssen wir nicht in Vorkasse gehen, um eine Auflage drucken zu lassen, auf der wir im Worst-Case sitzen bleiben. Der Print-on-demand-Service hält die Kosten niedrig.

Besonders geschätzt wird Amazon KDP aufgrund seiner Passivität. Ist ein Buch einmal veröffentlicht, muss der Publisher sich lediglich um die Vermarktung kümmern. Alle anderen Bereiche werden von Amazon übernommen:

  • Technische Umsetzung und Erstellung der Produktseite
  • Bestell- und Zahlungsabwicklung
  • Druck und Versand der Bücher
  • Kundensupport und Bearbeitung der Retouren
  • Rechnungsstellung

Kindle Publisher erhalten im Schnitt 40-70% Marge, was bei den üblichen Verkaufspreisen von Büchern in der Regel ca. 3-7 Euro entspricht. Da kann man sich ausrechnen, dass dort schnell einige Hundert oder gar Tausend Euro pro Buch an monatlichen Gewinn hängenbleiben.

Grundsätzlich kann man den Buchmarkt in drei verschiedene Sparten einteilen.

  • Belletristik/Fiction (z. B. Romane)
  • Sachbücher/Non-Fiction (z. B. Ratgeber für Unternehmen)
  • Low-/No Content (z. B. Erfolgsjournale)

In 2024 hat sich herausgestellt, dass insbesondere Buchthemen aus den Bereichen Kinderbücher, Kochbücher, Reisebücher und diverse Ratgeberthemen sehr gut funktionieren.

Folgende Schritt muss man als Kindle Publisher gehen, um ein Buchprojekt als eBook erfolgreich abzuwickeln:

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Wir bei Nomad Publishing haben uns auf die Erstellung und Vermarktung von Non-Fiction-Büchern auf Verlagsniveau spezialisiert. Hier geht es in erster Linie darum, Probleme bzw. Bedürfnisse von Personen zu identifizieren und dafür eine Lösung in Form eines eBooks oder dessen Inhalt anzubieten.

 

Was macht Amazon KDP so attraktiv?

Starten wir auch hier direkt mit dem Verdienstpotenzial.

Dieses ist pro Buch gesehen sicher nicht so hoch wie bei Amazon FBA. Die Frage ist aber, mit welchem Einsatz du welchen Return in diesem Geschäft erreichen willst. Die Erstellung eines eBooks auf KDP ist wesentlich einfacher als die Erstellung eines Produktes für FBA. So kommt es, dass sich KDP vom Verdienstpotenzial keinesfalls verstecken muss. 

Da wir selbst KDP betreiben, haben wir gute Einsichten in den Markt und sehen immer wieder Kindle Publisher, die mit nur einem Buch über 10.000 Euro Gewinn pro Monat erwirtschaften. Das sind natürlich absolute Überflieger-Projekte, aber sie zeigen, was möglich ist. Selbst mit wenigen Hundert Euro monatlichen Gewinn pro Buch kann man durch die Veröffentlichung mehrerer Bücher ein beachtliches Einkommen aufbauen, und Geld auf Amazon verdienen.

Die Kosten für die Erstellung von professionellen Buchprojekten übersteigen häufig den Wert von 2.500 Euro nicht. Also im Vergleich zu FBA ein eher geringer Kapitalaufwand.

Auch die kurze Umsetzungsdauer für Buchprojekte auf KDP ist ein Pluspunkt. Viele Anfänger sind recht ungeduldig und wollen schnell die ersten Erfolge sehen, ansonsten sinkt die Motivation.

Zudem kannst du auf Amazon KDP fast alles auslagern: Du musst dein Buch nicht selbst schreiben (dafür gibt es Experten), du musst die Cover nicht selbst gestalten und selbst bei der Vermarktung deiner Produkte wirst du von Amazon tatkräftig unterstützt.

Amazon KDP ist das passivste aller Amazon Business Modelle. Einmal hochgeladen wird dein Buch automatisiert 24/7 verkauft und du erhältst einfach deine Gewinne ausgezahlt. Bis auf ein wenig „Bestandsprojektpflege“ und Marketing hast du nach dem Upload keine Arbeit mehr mit den Projekten. Also ideal für digitale Nomaden, die nebenbei Reisen wollen oder Menschen, die ihr Online Unternehmen nebenberuflich starten.

Schauen wir uns die Entwicklung des Buchmarktes an, gibt es auch hier gute Nachrichten für alle Kindle Publisher: In den letzten Jahren war ein starker Shift vom stationären Sortimentsbuchhandel zum Online-Handel zu verzeichnen. Auch eBooks werden immer beliebter, denn diese lassen sich besonders unkompliziert auf Amazon verkaufen.

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Zu schön, um wahr zu sein? Was spricht gegen KDP?

Natürlich gibt es nicht DAS perfekte Geschäftsmodell. Es gibt auch ein paar Sachen, die uns an KDP stören. Wie gravierend diese sind, muss jeder für sich selbst wissen:

Auch bei KDP lauern Copy-Cats! Leider kommt es vor, dass Konkurrenten sich an deiner erfolgreichen Arbeit bereichern wollen und dein Konzept oder andere stilistische Mittel wie Elemente deiner Buchtitel oder -cover übernehmen.

Man sollte schon etwas Kapital und Qualitätsanspruch mitbringen, denn es geht schließlich um das Veröffentlichen hochwertiger Bücher. Dementsprechend würde ich die Markteintrittsbarriere als „mittel“ einstufen.

Zudem gibt es bei KDP einige zusätzliche „regulatorische“ Regeln, die man beachten muss, wie z.B. eine Impressumspflicht in Büchern oder die deutsche Buchpreisbindung.

Eine weitere Sache die negativ ist bei KDP, ist der schlechte Support.  Leider ist es sehr abhängig vom Support-Mitarbeiter, ob einem wirklich geholfen ist oder ab man nur mit einer Standardantwort abgespeist wird. Das kann nervig, frustrierend und zeitraubend sein.

Mit nur wenigen Klicks könnte man aus einem normalen Buch ein Hörbuch produzieren lassen. Leider ist Audible’s Produktionsfirma „ACX“ auf dem deutschen Markt noch nicht verfügbar, sodass der Hörbuchmarkt nur über Umwege erschlossen werden kann.

Im Gegensatz zum Seller Central gibt es für KDPler keine dedizierte App. Das ist natürlich keine große Einschränkung, aber schön wäre es dennoch.

 

Amazon MBA – Mit T Shirts zum eigenen Online Business

 Das letzte Modell, welches wir euch vorstellen wollen ist Merch by Amazon, kurz Amazon MBA. Oftmals wird es auch „T-Shirt-Business“ genannt, obwohl sich der Verkauf nicht nur auf T-Shirts beschränkt, sondern auch anderen Merch und Produkte miteinschließt, die man auf Amazon verkaufen kann.

Merch by Amazon funktioniert ähnlich zu Plattformen wie Spreadshirt, Redbubble, oder Printify: Du lädst hier lediglich deine Designs hoch und die Textilien werden im Print-on-demand-Verfahren gefertigt, sobald sich jemand für dein Design entscheidet. Du erhältst anschließend dafür eine Provision und kannst so mit Amazon Geld verdienen.

Viele Leute die auf Amazon MBA unterwegs sind, erstellen ihre Designs mit Online Tools selbst am Computer. Allerdings gibt es auch einen recht großen Anteil an Leuten, die die Designerstellung und z.T. auch den Research an virtuelle Assistenten auslagern und dafür in einigen Fällen weniger als 1 Euro bezahlen. Ein geringer Einsatz der sich schnell auszahlen kann, so lässt sich prinizpiell unkompliziert Geld auf Amazon verdienen… Eine Besonderheit von MBA ist das sogenannte „Tier-Modell“. Tier ist hier als englisches Wort zu verstehen und bedeutet so viel wie Stufe oder Level.

Aufgrund der Tatsache, dass es verlockend leicht wäre einfach so tausende Designs hochzuladen und darauf zu hoffen, dass sich einige Produkte davon gut verkaufen, hat Amazon eine Begrenzung eingefügt. Du startest immer bei Tier 10. Das heißt, du hast 10 Slots, die du mit Produkten füllen kannst. Ein Slot wird durch ein Produkt oder einen Marktplatz eingenommen.

 

Ein Beispiel:

1x Hoodie auf amazon.de = 1x Slot

1x Hoodie auf amazon.de und amazon.fr = 2x Slots

Jeweils 1x Hoodie und 1x Shirt auf amazon.de und amazon.fr = 4x Slots

 

Farb- und Passformauswahl beeinflussen die Slots nicht. So gesehen kannst du theoretisch maximal zehn Designs (nur 1 pro Tag) auf Amazon hochladen.

Willst du mehr hochladen, bzw. mehr verkaufen musst du ein Tier Up erreichen (Levelaufstieg). Das wäre dann Tier 25.

 

Doch wie steigt man im Tier-System auf?

Das wird über eine bestimmte Anzahl von Verkäufen bestimmt, deren genaue Zahl umstritten ist. Für ein Tier Up von Tier 10 auf Tier 25 braucht man zwischen 8 und 10 Verkäufe. Für das nächste Tier Up sind es dementsprechend mehr.

Es geht dann weiter mit Tier 100, Tier 500, Tier 1000, Tier 2000, Tier 4000, usw.

Ab Tier 100 hat man eine kritische Schwelle erreicht, ab der das MBA-Business wirklich lukrativ werden kann. Ab dieser Stufe, darfst du dein Produkt auch mit Amazon Werbeanzeigen bewerben, dies bietet neue Möglichkeiten und hilft dabei mehr Produkte zu verkaufen und mehr Umsatz zu generieren. Mithilfe einer Werbeanzeige von Amazon taucht dein Produkt bei passenden Suchen weit oben auf.

Folgende Schritte muss man als MBAler gehen, um ein Design erfolgreich auf den Markt zu bringen:

 

Was macht Amazon MBA so attraktiv?

Durch Amazons Regularien werden Spam und unnötige Massen-Uploads vermieden, was Unternehmern mit Qualitäts-Mindset mehr Spielraum für ihren Erfolg auf der Website gibt.

Die Markteintrittsbarriere ist nach der Account-Zusage auf Amazon vergleichsweise niedrig. Designs erhält man extrem schnell und günstig. Wie bei KDP ist auch hier der Kapitalbedarf aufgrund der PoD-Services minimal.

Sobald man in den Tiers steigt ist auch eine begrenzte Skalierbarkeit gegeben, die sich leicht nutzen lässt.

Der Aufwand ist, im Vergleich zu den anderen beiden Möglichkeiten mit Amazon Geld zu verdienen, verschwindend gering. Nahezu jeder kann auf schnellem Wege sein erstes Design im Internet anbieten und die Reichweite des Online Shops von Amazon nutzen. So kann man eigene Artikel auf der Website von Amazon verkaufen, die durch das Internet dann für Kunden auf der ganzen Welt verfügbar sind. So lässt sich auch oft ein eigenes Unternehmen rund um das eigene Produkt oder Design auf Amazon aufbauen.

 

Warum MBA für Viele nur ein Sprungbrett ist um mit Amazon Geld zu verdienen – Erfahrungen

In den letzten Jahren ist der Hype um Amazon MBA recht groß geworden. Das zieht natürlich nach sich, dass immer mehr Leute in den Markt strömen und Designs reihenweise kopiert werden um an diesem Geschäft mit eigenen Produkten Geld zu verdienen. Designs sind zwar leicht erstellt, jedoch bieten sie wenig Schutz vor Copy-Cats.

Nicht wenige MBAler berichten, dass die anfänglichen Gewinne zwar motivierend sind, jedoch der ständige Upload von Designs irgendwann sehr eintönig und stupide wird. MBA wird daher von vielen Anbietern auf Amazon recht kurz betrieben und gilt eher als Sprungbrett zu FBA oder KDP.

Die Verdienstmöglichkeiten sind im Vergleich zu FBA/KDP verhältnismäßig gering. Zwar gibt es auch bei MBA immer wieder Seller im fünfstelligen Umsatzbereich, jedoch werden solche Ergebnisse in der Regel nur durch den Upload Tausender Designs erreicht, was durch das Tier-System Ewigkeiten dauert, dies erschwert es dem Verkäufer deutlich schnell mit Amazon Geld zu verdienen.

Ein sehr großes Problem im Bereich Amazon MBA ist das Thema Markenrecht. Durch die massenhaften Uploads verlieren MBAler nicht selten den Überblick über ihre Designs und können gar nicht mehr nachvollziehen, ob nicht doch einige dieser Designs Rechte anderer verletzen. MBA selbst handelt in solchen Fällen sehr konsequent und hat in den letzten Monaten massenhaft Accounts auf Amazon bei Markenrechtsverstößen gesperrt.

Auch das Tier-System macht MBA deutlich unattraktiver, da Amazon unheimlich viel Zeit bei der Beantwortung von Bewerbungen, Fragen und der Umsetzung von Tier Ups benötigt. Viele Anfänger brauchen ewig um auf neue Tiers zu kommen und fühlen sich ausgebremst. Die anfängliche Motivation schlägt dann schnell in Frust über.

Hinzu kommen die Frequenz und Dynamik von Veränderung durch Amazon am MBA-Programm. Es gibt im Vergleich zu FBA und KDP sehr häufig Anpassungen, von denen viele Teilnehmer des MBA-Programms genervt sind.

 

Exkurs: Amazon Partnernet – Mit Amazon Links Geld verdienen (Affiliate Marketing)

Bevor wir die drei Modelle vergleichen, gehen wir der Vollständigkeit halber noch auf das Amazon Partnerprogramm ein. Dort hast du die Möglichkeit dich als Affiliate Partner zu bewerben, um anschließend Traffic über deine Links auf Amazons Produktseiten zu schicken. Kauft jemand dieses Produkt über deinen Affiliate Link, erhältst du eine Provision über das Affiliate Marketing Programm.

Ein Beispiel dafür sind die „amzn.to“-Links, die du oft unter Videos findest, wo der Content Creator sein Kamera-Equipment oder angesprochene Produkte per Affiliate Links oder Produktempfehlungen platziert. Nutzt du einen dieser Affiliate Links und kaufst dann das Produkt, unterstützt du den Creator, da er dafür die Provision erhält. Du bzw. der Kunde zahlt aber nicht mehr Geld als sonst.

Die Provision im Affiliate Programm ist als Prämie für Kundengewinnung zu verstehen. Schließlich verwandelst du deine Reichweite in Amazon-Kunden, die das beworbene Produkt der Marke im Internet kaufen.

Letzteres ist auch der Knackpunkt, warum wir Amazon Affiliate nur als „Exkurs“ und nicht als eigenständiges Businessmodell aufführen. Das eigentliche Business hinter dem Partnerprogramm ist der Reichweitenaufbau über Blogs, Nischenseiten, Streaming-Kanäle oder allgemeine Influencer-Tätigkeiten.

Dazu kommt, dass die Provisionen bei Werbung via Amazon Affiliate (s. Screenshot) sehr klein sind und ein beachtlicher Kundenstrom über deine affiliate Links kaufen muss, um nennenswerte Gewinne mithilfe des Partnerprogramms zu erzielen.

Teure Produkte einer bekannten Marke, wie beispielsweise das Kamera-Equipment von Content Creatern und Bloggern bieten sich also für die Verwendung im Amazon Partnerprogramm an. Sie werden aber auch seltener gekauft, als Produkte des täglichen Bedarfs.

Du kannst das Partnernet auch nutzen, um deine eigenen Produkte zu bewerben und mit Amazon Affiliates zweimal an einem Verkauf verdienen, so werden alle Möglichkeiten kombiniert und ausgeschöpft. Aufgrund des großen Aufwands eignet sich das Amazon Partnerprogramm nicht um ausschließlich damit Geld zu verdienen und Gewinne zu erzielen. Als Partner im Amazon Partnerprogramm können Provisionen mit der eigentlichen Tätigkeit von Influencern verknüpft werden um zusätzlich Geld zu verdienen.

 

Gegenüberstellung der drei Amazon-Modelle

 Welche Möglichkeit ist jetzt die Beste für dich? Wie du siehst haben alle Modelle ihre Vor- und Nachteile. Wie kannst nun das für dich passende Geschäftsmodell mit den besten Möglichkeiten ausmachen und auf Amazon Geld verdienen?

Dafür muss man zwei Seiten betrachten.

  1. Deine persönliche Ausgangssituation
  2. Die Gegebenheiten des Geschäftsmodells

Bei deiner persönlichen Ausgangssituation geht es darum, herauszufinden, was du erwartest, welche Risiken du bereit bist einzugehen und was du in Topf wirfst, um an dein Ziel zu kommen.

Hast du ein kleines finanzielles und zeitliches Budget und möchtest mit Amazon Geld verdienen, ist Amazon FBA für dich höchstwahrscheinlich keine sinnvolle Option. Zusätzlich brauchst du für Amazon FBA aufgrund der hohen Kapitalbindung eine relativ ausgeprägte Risikoaffinität. Belohnt wirst du dann aber durch nahezu uneingeschränkte Skalierbarkeit und ein Unternehmen, dass du vielleicht sogar ewig betreiben kannst. 

Aber entspricht das deinen Erwartungen? Vielleicht möchtest du dir ja auch nur mit wenig Arbeitsaufwand neben deinem Hauptberuf ein zweites Standbein aufbauen und etwas Geld verdienen, von dem du aber nicht unbedingt leben können musst. Dann wären MBA oder KDP vielleicht die besseren Möglichkeiten.

All diese Dinge musst du für dich selber herausfinden. Hast du hier Klarheit, kannst du die Modelle von Amazon untereinander vergleichen und jenes wählen, welches am besten auf dich zugeschnitten ist.

Dafür haben wir eine Tabelle erstellt, die dir dabei helfen soll, die wichtigsten Faktoren zu betrachten und zu vergleichen.

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Warum wir der Auffassung sind, dass Amazon KDP für die meisten Leser die beste Option ist:

Schaut man sich obigen Vergleich an, dann fällt schnell auf, dass Amazon KDP in kaum einem Bereich schlecht abschneidet. Wir würden es als die goldene Mitte bezeichnen. Zudem zeichnet es sich insbesondere durch folgende Top-5-Charakteristika aus:

 

Hohe Passivität

Dadurch, dass du fast alles auslagern kannst, kannst du mit einem Mindestmaß an Arbeit ein gutes Einkommen aufbauen. Outsourcing hat natürlich seinen Preis, ist aber im Vergleich zu den Kosten bei FBA immer noch überschaubar.

 

Du schaffst einen wirklichen Mehrwert für Menschen

Während manche Designs oft als kurzfristige Kitsch-Späße herhalten müssen, kannst du mit guten Ratgebern auf Verlagsniveau vielen Menschen helfen, ihre Probleme zu lösen oder ihren Traum zu verwirklichen. Das Feedback von diesen Menschen ist unserer Meinung nach unbezahlbar und erfüllt einen neben dem Einkommen auch noch mit Stolz.

 

Amazon KDP ist ein Türöffner um mit Amazon Geld zu verdienen

Während du bei MBA nur ein Minimum an intensiver unternehmerischer Tätigkeit verfolgst, lernst du bei KDP viele Facetten des Online-Marketings und der Unternehmensführung kennen. Mit diesem Erfahrungsschatz ist es wesentlich leichter die nächste Stufe auf Amazon zu erreichen oder ein anderes Business erfolgreich zu betreiben.

 

Deine Werke sind einzigartig

Ein T-Shirt Design ist leicht kopiert. Die Nachahmungswahrscheinlichkeit ist daher bei MBA deutlich höher als bei KDP. Umfangreiche Bücher auf Verlagsniveau kann man schlicht und einfach nicht so einfach nachmachen, da sie deutlich umfangreicher sind und die Markteintrittsbarriere deutlich höher liegt.

 

Schnelle Ergebnisse

Dieser Punkt ist meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen. Entscheidet man sich ein Modell anzugehen, hat man einen kurzfristigen Motivationsschub, den es schnell mit Resultaten zu befeuern gilt bevor er in Frust erstickt. Bei FBA und MBA dauert es ewig, bis es einnahmetechnisch richtig los geht. Bei KDP hingegen kannst du in nur wenigen Wochen von 0 auf 100 starten und dein erstes drei- oder vierstelliges Buchprojekt ins Rennen schicken.

Das und viele weitere Gründe bringen uns zu dem Fazit, das KDP als Median zwischen MBA und FBA, unserer Meinung nach das beste Amazon-Geschäftsmodell für Anfänger und Fortgeschrittene ist. So ist es jedem möglich ein Nebeneinkommen zu generieren um Geld zu verdienen.

 

Mit Amazon Geld verdienen – wie geht es jetzt weiter?

Du hast jetzt die drei wichtigsten Amazon-Business-Modelle kennengelernt und weißt, welche Schritte du gehen musst, um sie profitabel betreiben zu können. Bevor du aber Hals über Kopf in das Business-Abenteuer stürzt, solltest du dir einmal Gedanken über deine Ziele und deine persönliche Ausgangssituation machen.

Basierend darauf kannst du dich für ein Amazon Business entscheiden und es anschließend wirklich konsequent durchziehen. Eines solltest du aber auf keinen Fall machen: Alles mal so halbherzig antesten. Entscheide dich und zieh es durch! Du kannst mit allen drei Tools Geld mit Amazon verdienen. Das steht außer Frage.

Grundsätzlich solltest du nach deiner Entscheidung erstmal damit beginnen, dich tiefgehender zu informieren, Free-Content (Blogs, Videos, Podcasts) zu konsumieren und dir eventuell einen Experten/Mentor suchen. Letzteres darf auch einiges kosten, da er dir eine Abkürzung, vorbei an Fehlern zeigen wird, die dich mehr Geld kosten würden als das Mentoring/Coaching selbst.

Solltest du Interesse an Amazon KDP haben, können wir dir zum Einstieg unseren kostenlosen Workshop „Das Geheimnis von Büchern mit mehr als 1000€ Gewinn pro Monat“ empfehlen. In diesem Workshop lernst du alles, was du aktuell brauchst, um mit Amazon KDP im Jahr 2024 erfolgreiche Projekte umzusetzen.

Wir hoffen dieser Beitrag war hilfreich für dich. Schau auch gerne mal auf unserem YouTube-Kanal oder bei unserem Verlagsniveau-Podcast vorbei.

 

Beste Grüße,

dein Team von Nomad Publishing

 

 

Quelle: https://einzelhandel.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=10572

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