KDP eBook Business aufbauen mit Notizbüchern – Meine Meinung zu Low und No Content Büchern

Lesezeit: ca. 5 Minuten

 

Mit so wenig Aufwand wie möglich, viel Geld verdienen. 
Diese Mentalität ist gerade in der Online-Business-Branche immer häufiger anzutreffen.

Dass die KDP-Welt davon nicht unberührt blieb, ist vermutlich jedem Publisher bewusst.
Deutlich wird dies durch die Anzahl der No- beziehungsweise Low-Content Bücher unter den Neuerscheinungen auf Amazon.

Auch im Bereich der Content-Bücher ist der Trend spürbar. Bei Nischenrecherchen stoße ich immer wieder auf Notizbücher, Babyalben und andere Low-Content Bücher.

Was hat es mit diesen No-/Low-Content Büchern auf sich?

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Lohnt sich das? Ist das die Zukunft? Solltest du auch Notizbücher veröffentlichen?

Über das und mehr möchte ich in diesem Artikel schreiben.

Folgendes erfährst du, wenn du bis zum Ende liest:

  • Was sind No-/Low-Content Bücher?
  • Welche Vorteile haben sie?
  • Gibt es ein Problem bei diesem Konzept? Wenn ja, wo liegt es?
  • Wie verhält es sich in Zukunft? Solltest du mit auf den Zug springen?
  • Ökonomische Prinzipien, die du kennen solltest. Welchem solltest du verfolgen?

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

 

Das Konzept – wie entstand der Hype um die Low Content Bücher?

No-/Low Content Bücher sind dem Namen nach inhaltslose Bücher. Dazu zählen beispielsweise Notizbücher, Journale oder vorbereitete Fotoalben.

Dass sie als „inhaltslos“ beschrieben werden, heißt nicht, dass sie schlecht sind. Es wird vor allem mit Design gearbeitet. Die Innengestaltung der Bücher und das Cover sind also das A und O.

Im Prinzip erklärt das auch schon die Beliebtheit und den Hype um die Bücher aus unternehmerischer Sicht.

Sie sind sehr leicht zu erstellen und erfordern kaum Zeitaufwand. Auch die Kosten sind besonders gering im Vergleich zu inhaltsorientierten Buch-Projekten.

Darüber hinaus lässt sich ein Notizbuch in diversen Nischen positionieren. Lediglich das Cover muss dafür angepasst werden. Fünf Dollar auf Fiverr und schon ist das Buch in einer weiteren Sparte erhältlich.

Das riesige Potenzial durch mehrfache Reproduktion der gleichen Arbeit und die vorhandene Nachfrage nach Journalen und Notizbüchern scheinen wie eine unverzichtbare Einladung.

Klingt toll, oder?

Es gibt nur einen Haken: Alle sehen das so!

 

Das Problem – Wenn jeder das macht, was alle machen!

Die genannten Vorteile haben vor nicht allzu langer Zeit eine regelrechte „Gold-Rush Stimmung“ auf dem Amazon Buchmarkt ausgelöst. Wie fast immer, stammt der Trend aus den USA, wurde aber auch hier bei uns in Deutschland schnell erkannt und übernommen.

Die Tatsache, dass die Bücher kaum Eigenleistung, wie beispielsweise Konzepterstellung, Konkurrenzanalyse, Marktanalyse oder Zielgruppenabstimmung erfordern, hat fatale Folgen. No-Content Bücher haben kaum bis keine Alleinstellungsmerkmale und sind extrem leicht nachzumachen.

Das bedeutet, dass jeder der weiß, wie man sich einen KDP-Account erstellt, sofort einsteigen kann.

Ein gutes Beispiel dafür ist die „MBA Invasion“. MBA steht für Merch by Amazon und ist auch ein Geschäftsmodell, das gegen Ende 2019 einen heftigen Boom erlebt hat.

Bei MBA erstellst du eigene Designs und vermarktest sie nach dem „Print on Demand“-Prinzip. Dabei werden verschiedene Gegenstände, wie Kleidung, aber auch Tassen oder Schlüsselanhänger mit deinen Designs bebildert. Bestellt jemand ein T-Shirt mit deinem Design, wird es damit bedruckt und anschließend versandt.

Was hat das jetzt mit dem Veröffentlichen von Notizbüchern zu tun?

Gute Frage!

Irgendwann haben auch die „MBAler“ von dem Notizbuch-Hype Wind bekommen und ihre Chance gerochen. Ihre Designs lassen sich doch auch wunderbar auf Cover drucken und vermarkten. Die Bücher haben schließlich inhaltlich keine Thematik, die auf dem Cover wiederzufinden sein muss.

Notizbücher mit MBA-Design

Quelle: Screenshot von amazon.de

Der Markt wurde quasi überrannt. „MBAler“, „KDPler“ und Neueinsteiger haben diese geringen Anforderungen genutzt und teilweise auch gutes Geld verdient.

Aber kann das überhaupt funktionieren, wenn alle das machen? Und wie lange?

 

Die Zukunft – Kurzlebigkeit ist das neue Schwarz

Man sieht es in der Tech-Branche, in der Automobil-Industrie und anderen Bereichen: „Nichts ist mehr für die Ewigkeit.“

Der Gedanke daran in kurzer Zeit mit wenig Aufwand viel Geld zu verdienen, scheint einfach so verlockend zu sein, dass kaum einer hinterfragt, ob und wie lange das gut geht.

Es gibt in dieser Hinsicht zwei verschiedene Mentalitäten, basierend auf ökonomischen Prinzipien.

 

Minimum-Prinzip:

Beim Minimum-Prinzip ist ein bestimmtes Ziel vorgegeben. Das muss nicht unbedingt genau definiert sein.

Für unseren Fall könnte es lauten: Viel Geld im Internet verdienen.

Dieses Ziel mit minimalem Einsatz von Ressourcen (Zeit, Geld, etc.) zu erreichen, ist das, was das Minimum-Prinzip beschreibt.

 

Im Gegensatz dazu steht das …

 

Maximum-Prinzip:

Hier ist nicht das Ziel vorgegeben, sondern die verfügbaren Ressourcen.

Ein Beispiel: Du hast bald 6 Wochen frei und 1.200 Euro zum Investieren.

Beim Maximum-Prinzip geht es jetzt darum, mit dem begrenzten Budget an Zeit und Geld, den maximalen Erfolg zu erzielen.

Das Business mit Notizbüchern entspricht dem Minimum-Prinzip

Das Handeln mit No- und Low-Content-Büchern richtet sich ganz offensichtlich nach dem Minimum-Prinzip. Genauso, wie die meisten Menschen. Das ist an sich auch nicht verwerflich, aber in den meisten Märkten, hat man damit, wenn überhaupt nur kurzfristig Erfolg.

Der Markt wird geflutet, da die Markteintrittsbarriere verschwindend klein ist und die Menge der Mitbewerber gigantisch ist. Durch diese Vorgehensweise, einfach 100-mal das gleiche Buch mit verschiedenen Covern zu produzieren, geht der „echte“ Wettbewerb verloren. Es geht nur darum, wer mehr hat und nicht wer besser ist. Irgendwann kommt dieses System an einen Punkt, wo es sich nicht mehr lohnt, noch mehr Cover erstellen zu lassen, weil es die geringer werdenden Einnahmen nicht erlauben.

Ab dann werden nur noch wenige profitabel sein. Von dort an, geht es doch wieder um Qualität anstatt Quantität und der Markt verändert sich dahingehend. Die Publisher müssen wieder Zeit und Geld investieren, um bestehen zu können. Der Kreis schließt sich.

Als Verfechter des Maximum-Prinzips versuche ich mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen, das beste Produkt zu erstellen.

Das gilt für alle Ebenen: Der Inhalt, das Cover und das Marketing müssen einfach die bestmögliche Qualität haben.

Damit war ich bis jetzt sehr erfolgreich. Qualität ist das, womit man sein Unternehmen langfristig rentabel aufstellt. Da führt meiner Meinung nach kein Weg dran vorbei.

Du möchtest lernen, wie in 2020 mit Content-Büchern richtig durchstarten kannst?

Schau dir unbedingt mein „Jahres-Update 2020“-Video an!

Wenn du dein KDP-Business auch zukunftsorientiert aufbauen möchtest und dabei Hilfe brauchst, kannst du dich gerne über die Strategie-Session mit mir oder meinem Team in Verbindung setzen.

Ich hoffe, ich konnte dir wieder ein bisschen Wissen vermitteln.

Schau doch gerne mal auf meinem YouTube-Kanal vorbei, wenn du noch mehr wertvollen Content rund um das Kindle-Publishing-Business sehen möchtest.

 

Bis zum nächsten Mal!

Liebe Grüße, Tom von Nomad Publishing

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  • 12. Mai 2020