Amazon KDP Kosten – So viel kostet eine Buchveröffentlichung wirklich

Tom Schmidt

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Mut? Durchhaltevermögen? Motivation?

Ja, auch das. Aber eigentlich interessiert dich ja, wie viel Geld du in die Hand nehmen musst. Das lässt sich wie immer mit "Kommt drauf an!" beantworten, doch damit wollen wir dich hier nicht abspeisen.

Tatsächlich kannst du für sehr wenig Geld Bücher erstellen. Allerdings solltest du nicht am falschen Ende sparen, denn Qualität hat ihren Preis.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass wir uns oft in einem Kostenrahmen bewegen. Das heißt, du kannst je nach Budget Prioritäten setzen und selbst entscheiden, was dir am wichtigsten ist.

Kostenpunkt #1 – Infrastruktur

Bevor wir anfangen können, müssen wir zuerst ein Gewerbe anmelden. In Deutschland gilt grundsätzlich, dass jeder, der sich gewerblich selbständig machen möchte und beabsichtigt, Gewinne zu erzielen, eine Gewerbeanmeldung vornehmen muss.

Das hört sich komplizierter an, als es wirklich ist und kostet auch nicht die Welt. Je nach Standort musst du einmalig mit zwischen 20 und 65 Euro rechnen. Falls du nicht weißt, wie das funktioniert, schau gerne in unseren ausführlichen Artikel zur Gewerbeanmeldung rein.

Wenn das Gewerbe angemeldet ist, brauchst du ein Geschäftskonto. Wir raten dir dringend, direkt zu Beginn deine gewerblichen und privaten Ausgaben klar voneinander zu trennen. Das erspart dir später bei der Steuer einiges an unnötigem Aufwand und Ärger.

Geschäftskonten lassen sich teilweise schon ab 0 Euro eröffnen. Manchmal lohnt es sich aber auch, etwas dafür zu zahlen und den ein oder anderen Vorteil mitzunehmen.

Kostenpunkt #2 – Texterstellung

Die Texterstellung ist nahezu unvermeidlich, wenn man ein Buch veröffentlichen möchte. Der zunächst günstigste Weg wäre natürlich, das Buch selbst zu schreiben. Das kostet zwar nichts, allerdings kann man seine Zeit oft wesentlich sinnvoller für gewinnbringendere Tätigkeiten nutzen. Wenn du Spaß am Texten hast oder sogar Autor bist, kannst du den Text natürlich selbst schreiben. Ansonsten empfehlen wir, den Erstellungsprozess auszulagern.

Hierfür gibt es drei Möglichkeiten:

Ghostwriting

Beliebte Plattformen, um Texter zu finden, sind zum Beispiel Textbroker

oder auch Plattformen wie eBay Kleinanzeigen. 

Ebay Kleinanzeigen Logo

Die Preisspanne ist groß und kennt nach oben hin keine Grenzen. Du kannst dir bereits für zwei bis drei Cent pro Wort ein Buch schreiben lassen. In dieser Preisklasse lassen sich aber meist nur Allerweltsthemen umsetzen, die wenig Mehrwert bieten und selten durch hohe Gewinne belohnt werden.

Für zwischen drei und sechs Cent pro Wort kann man einen guten Text erwarten und auch die meisten Themen angehen.

Für sehr spezifische Nischen oder besonders wissenschaftliche Probleme, die Expertise erfordern, erheben Texter manchmal horrende Preise.

Unsere Erfahrung ist folgende: Ein klassischer Ratgeber hat in der Regel einen Umfang von ca. 30.000 Wörtern. Je nachdem, wie viel Cent pro Wort der Text kostet, zahlt man zwischen 1.200 und 2.400€, wenn man den Text bei einem Ghostwriter in Auftrag gibt.

Hybride Modelle sind ebenfalls möglich. So zahlst du beispielsweise dem Experten eine Pauschale als Sicherheit und ihr teilt die Gewinne zu ungleichen Prozentsätzen. Das ist am Ende des Tages Verhandlungssache.

Expertenkooperationen

Anstatt einen Ghostwriter zu suchen, findest du jemanden, der in dem Bereich, in dem das Buch erscheinen soll, Experte ist. Das kann ein Influencer, ein Blogger oder einfach jemand mit echter Expertise sein, zum Beispiel der Besitzer einer Hundeschule für ein Buch über Hundeerziehung.

Der Experte schreibt den Text kostenlos und wird prozentual am Gewinn beteiligt, je nach Vereinbarung zwischen 20 und 50 Prozent. Das Gute daran ist, dass ihr für euren Text keine Herstellkosten habt und, dass der Experte sich so ein dauerhaftes monatliches Einkommen erarbeiten kann, da die Gewinnbeteiligung in der Regel monatlich ausgezahlt wird. Außerdem kann die eventuelle Reichweite des Experten natürlich super genutzt werden, um das Buch zu bewerben.

KI-gestützte Texterstellung

Das ist neu und verändert gerade vieles in unserer Branche. Moderne KI-Tools können je nach Buchthema einen erheblichen Teil der Textarbeit übernehmen und die Kosten massiv reduzieren.

Viele unserer Kunden haben bereits komplette Bücher mit KI-Unterstützung erstellt. Und die Ergebnisse sind beeindruckend: Die Bücher funktionieren hervorragend und kommen bei der Zielgruppe richtig gut an. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit.

Praxiserfahrung eines unserer Kunden:

Wie das in der Praxis aussieht, erfährst du in einer unserer Podcast-Folgen mit unserem Kunden Benedikt P., der genau diesen Weg gegangen ist. Hör gerne rein! Hier geht’s direkt zur Folge.

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Kostenpunkt #3 – Cover, Layout, Grafiken und Illustrationen

Inhaltliche Qualität ist die eine Seite der Medaille, die andere ist der erste Eindruck. Wie entsteht dieser wichtige erste Eindruck? Ganz klar: Vor allem durch das Cover. Dadurch, dass dieser Eindruck so wichtig ist, sollte bei der Covererstellung auf keinen Fall gespart werden.

Wir haben dir zur Veranschaulichung hier einmal ein paar Beispiele von guten bzw. schlechten Covern herausgesucht.

Siehst du einen Qualitätsunterschied? Was meinst du? Welches Cover macht den besseren Eindruck und wird folglich besser gekauft?

Beispiel Buchcover

Quelle (linkes Bild): https://de.fiverr.com/share/3w4xDY
Quelle (mittiges Bild): https://www.amazon.de/dp/3833879807
Quelle (rechtes Bild): https://www.amazon.de/dp/3833879882

Richtig! Die beiden Cover rechts, denn das sind Cover auf Verlagsniveau. 

Cover auf Verlagsniveau haben zwar ihren Preis, verkaufen sich dafür aber viel langfristiger und nachhaltiger. 

Wenn du dich gut mit Design und Bildbearbeitung auskennst, kannst du dich selbst ans Cover heranwagen. Das empfehlen wir aber wirklich nur, wenn du echte Designerfahrung mitbringst. In allen anderen Fällen, also für etwa 99 Prozent von euch, empfehlen wir die Zusammenarbeit mit einem professionellen Designer. Professionelle Designer aus Deutschland kosten in der Regel zwischen 150 und 350 Euro und kennen den deutschen Markt deutlich besser als zum Beispiel amerikanische Designer.

Neu: KI im Coverdesign

Hier hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Mit KI-Tools wie Ideogram lassen sich mittlerweile erstaunlich gute Cover-Ergebnisse, auch auf Verlagsniveau, erstellen. Und das zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten. Die Qualität hat sich rasant entwickelt und für viele Buchprojekte ist das eine echte Alternative geworden.

Wie genau das funktioniert und worauf du dabei achten musst, zeigt dir Jonathan in diesem top aktuellen und ausführlichen YouTube-Tutorial. Schau gerne rein, wenn du Kosten sparen und trotzdem ein professionelles Ergebnis erzielen möchtest.

In vielen Fällen können heutzutage sogar Stockfotos, Illustrationen und Grafiken mit KI-Tools erstellt werden. Diese Ergänzungen braucht es manchmal, um das Thema im Buch zu untermalen oder wettbewerbsfähig zu sein. Das war in den Zeiten vor KI-Tools ein zusätzlicher Kostenfaktor, der individuell einzuplanen war.

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Kostenpunkt #4 – Launch und Rezensionen

Die Launch-Phase ist der wohl wichtigste Zeitraum im Lebenszyklus eines Buches. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen und der Grundstein für den Erfolg des Projektes wird gelegt.

Daher muss man sein Listing auf Amazon hier besonders pushen – sei es durch Ads oder durch Rezensionen. Allerdings kostet beides Geld und gerade am Anfang sind Werbeanzeigen oft noch unprofitabel. Das ist auch völlig okay, solange man zeitnah optimiert und sich die Effekte einzelner Maßnahmen genau anschaut.

Gute Rezensionen sind gerade in der Launchphase sehr wichtig, da sie dem Kunden einen Social Proof geben, dass unser Produkt gut ist. Unter Social Proof versteht man den Einfluss von Meinungen anderer auf das Kaufverhalten eines einzelnen. 

Rezensonen Amazon Social Proof

Ein Produkt mit vielen positiven Bewertungen verkauft sich in der Regel deutlich besser als ein Produkt mit wenigen oder gar schlechten Bewertungen.

Wir wollen nur AGB-konforme Rezensionen. Das heißt, wir können dir nicht sagen, wie viel Agenturen kosten, bei denen du dir Rezensionen einkaufen kannst. Das ist unserer Meinung nach auch unlauterer Wettbewerb und sollte keine Option sein. Aber welche Möglichkeiten haben wir dann?

Wir haben unser eigenes Netzwerk aus Freunden, Verwandten und Bekannten. Allerdings musst du hier auch vorsichtig sein. Warum genau erfährst du in meinem Blogartikel über Rezensionsmanagement.

Andererseits ist es zulässig, Rezensionsexemplare herauszugeben, ohne dafür eine Bewertung zu verlangen oder ihr Ergebnis zu beeinflussen.

In der Launch-Phase sollten mindestens zehn Bewertungen auf das Listing kommen. Angenommen, du würdest diese ausschließlich über Testexemplare generieren, kannst du deinen Buchpreis multipliziert mit 10 schon mal als (Mindest-)Ausgangspunkt für deine Ausgaben ansetzen. Beachte allerdings, dass meistens nicht jedes Rezensionsexemplar tatsächlich eine Bewertung generiert. Du musst also davon ausgehen, dass du mehr Rezensionsexemplare herausgeben musst, als du Bewertungen anvisierst.

Kostenpunkt #5 – Amazon Advertising

Generell haben wir beim Thema Advertising ein Cashflow-Dilemma. Das bedeutet, je mehr du investierst, desto mehr Gewinn kannst du generieren. Wenn du wenig Budget für Werbeanzeigen hast, verbaust du dir also ein bisschen Erfolgspotenzial für dein Buch.

Trotzdem kann man auch mit geringem Budget profitable Ads schalten. 500 Euro pro Monat solltest du unserer Meinung nach mindestens mitbringen – je nachdem, wie gut dein Buch performt gerne auch mehr.

Für schlecht laufende Bücher kannst du mit Kosten zwischen 0 und 200 € rechnen, für gut laufende Bücher mit 200 – 800€ und für die Top-Performer kann das Werbebudget auch 800 bis 2.500 € pro Monat erreichen.

Wichtig ist uns an dieser Stelle, dass du verstehst, dass das Geld nicht zum Fenster rausgeworfen ist und du es nie wieder siehst.

Stell dir Amazon Advertising wie eine Maschine vor, in die du oben dein Werbebudget hineinsteckst. Wenn du profitable Werbeanzeigen schaltest, kommt unten aus dem Automat mehr heraus, als du oben reingesteckt hast – du machst also einen Gewinn.

Wenn du Break Even bist, kommt unten genauso viel heraus, wie du oben hineingesteckt hast und wenn du unprofitabel schaltest, kommt unten weniger heraus, als du oben reingesteckt hast. In diesem Fall müssen dann Gebote angepasst und Kampagnen optimiert werden, damit du nicht unnötig Geld verbrennst.

Wenn du dich das Thema Werbeanzeigen und Amazon Advertising interessiert, empfehlen wir dir unsere ultimative Schritt-für-Schritt-Anleitung für Amazon Advertising. Hier erklären wir dir von Anfang bis Ende, was es mit den Werbeanzeigen auf sich hat, wie man sie aufsetzt, optimiert und am Ende den größtmöglichen Gewinn mit nach Hause nimmt.

Kostenpunkt #6 – Tools und Nischenrecherche

Jedes erfolgreiche Projekt erfordert ein gewisses Maß an Vorbereitung: Ideenfindung, Nischenrecherche und Konzeptionierung. Dafür muss nicht zwingend Geld ausgegeben werden, aber es gibt Tools, die diese Prozesse wesentlich effizienter machen.

Einige davon sind kostenlos. Für die Ideenfindung nutzen wir zum Beispiel Google Trends oder die Suchvorschläge bei Google und Amazon. Für die Keyword-Recherche bietet sich keywordtool.io an.

Wenn es spezifischer wird und es darum geht, herauszufinden, über welche Keywords sich Konkurrenzprojekte verkaufen, nutzen wir Helium10 Cerebro, ein sogenanntes Reverse-ASIN-Lookup Tool.

Helium10 ist nicht ganz günstig, bietet aber neben Cerebro noch viele andere Funktionen, die wir täglich nutzen. Eine kostenlose Chrome-Extension gibt es ebenfalls, die direkt in den Suchergebnissen die wichtigsten Informationen anzeigt.

Du kannst diesen Punkt theoretisch komplett ohne finanziellen Aufwand abschließen. Wer das Amazon-KDP-Business aber langfristig betreiben möchte, dem legen wir Helium10 wirklich ans Herz.

Leider ist das Tool nicht ganz billig. Deshalb haben wir für euch mit Helium 10 zwei Rabattcodes ausgehandelt, die ihr gerne nutzen könnt.

Mit diesen Rabattcodes könnt ihr Helium10 in den ersten sechs Monaten mit 20% Rabatt nutzen oder mit einem dauerhaften Rabatt von 10% jeden Monat.

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Und jetzt? Wie viel Geld brauche ich denn nun?

Eine feste Zahl zu nennen ist schwer, da jedes Projekt unterschiedlich ist und vor allem die Advertising-Kosten stark variieren können.

Die gute Nachricht: Dank KI-Tools bei Texterstellung und Coverdesign sind die Einstiegshürden deutlich gesunken. Mit einem Startkapital von rund 1.000 Euro kannst du bereits loslegen und dein erstes Buchprojekt auf die Beine stellen. Ideal sind 2.500 Euro, damit du auch in der Launch-Phase und beim Advertising ausreichend Spielraum hast.

Behalte immer im Hinterkopf: Wenn du einen echten Top-Treffer landest, werden deine Werbeausgaben deutlich steigen. Das ist aber ein gutes Problem, denn dann verdienst du auch entsprechend.

Wenn du direkt mit Amazon KDP durchstarten willst, schaue dir gerne unseren kostenlosen Workshop zum „Geheimnis von Bücher mit mehr als 1000€ Gewinn pro Monat“ an:

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