7 Dinge, die ein Kindle Publisher nicht sagt – Falschinformationen und Mythen im Amazon eBook Business

Tom Schmidt

7. April 2020

Lesezeit:  Min.


Im heutigen Beitrag möchte ich über Falschinformationen und Mythen im Amazon eBook Business aufklären. 

Dafür habe ich dir 7 Mythen herausgesucht, die mir immer wieder über den Weg laufen und insbesondere Anfänger in diesem Business Modell verunsichern.

Gerne kannst du dir auch mein Video dazu anschauen!

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Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen!

 

Mythos #1 – Die Anzahl der Suchergebnisse gibt eine Aussage über die Güte einer Nische

Irgendjemand hat die Information verbreitet, dass es wichtig wäre, wie viele Suchergebnisse für ein Keyword gefunden werden.

Das ist absoluter Unsinn!

Wir wollen unser Buch auf Position 1 unter dem jeweiligen Keyword platzieren. Dafür müssen wir besser sein als die aktuell stärksten Konkurrenten. Also interessieren uns höchsten die Top 10 Listings.

Es ist einfach total irrelevant, was auf Seite 2, 3 oder 50 passiert. Damit ist es auch egal, wie viele Suchergebnisse es insgesamt gibt.

Natürlich solltest du dich fragen, ob es genug Nachfrage gibt, wenn insgesamt nur zwei Bücher in der Nische existieren. Andernfalls gelten die Bestsellerränge als ausschlaggebend für die quantitative Einschätzung der Nachfrage, nicht die Anzahl der Suchergebnisse.

 

Mythos #2 – Keywordstuffing in Dateinamen

Als ich davon gehört habe, musste ich echt schmunzeln.

Es gibt anscheinend das Gerücht, dass es von Vorteil sei, in die Dateinamen der Skripte und Cover Keywords zu packen.

Wie sieht das dann aus?

Keywordstuffing im Amazon eBook Business

Ich bin mittlerweile seit vier Jahren aktiver Publisher und lass mich dir eines sagen:

Das bringt absolut gar nichts!

Niemand kennt den Amazon-Algorithmus und seine Funktionsweise genau. Also hinterfrage solche stumpfen Aussagen bitte.

 

Mythos #3 – du musst 0,4 % Keywords in deinem Amazon-Beschreibungstext verwenden

Es gibt Leute die behaupten, man müsse eine bestimmte Keyword-Dichte im Beschreibungstext verwenden, um besser zu ranken.

Das lässt sich in dieser Form gar nicht nachweisen!

Viel wichtiger ist, zu wissen: Der Algorithmus ist zunehmend auf Performance aus, das heißt, die reine Verwendung von Keywords wird immer weniger relevant.

Deshalb bringt es auch nichts, einen Titel voll mit Keywords zu packen.

Es geht um Klickraten und Käufe, also um Konversion. Dies gilt auch für die Beschreibungstexte. Orientiere dich also an Methoden aus dem Copywriting und schreibe deine Beschreibungstexte so, dass sie konvertieren. Sie sollen die Problemlösung verkaufen und nicht irgendwelche Schlüsselwörter aneinanderreihen.

Dazu kommt: Wenn du eine Beschreibung für ein Buch aufsetzt, verwendest du auch automatisch passende Keywords. Das lässt sich gar nicht vermeiden.

Ignoriere einfach solche Statements und fokussiere dich darauf, einen verkaufsoptimierten Text zu schreiben.

 

Mythos #4 – Du brauchst mindestens 200 Bewertungen, um erfolgreich zu verkaufen

Ich habe viele Bücher veröffentlicht, die schon 10-20 Rezensionen absolut hervorragend performt haben und mehrere Tausend Euro eingebracht haben.

Da frag ich mich, wieso so viele Selfpublisher ihren KDP-Account und ein finanzielles Standbein riskieren, indem sie sich Hunderte Bewertungen kaufen oder ertauschen. Denn das ist selten AGB-konform.

Ich rate bei diesem Thema immer davon ab, solche Risiken einzugehen, da es erstens nicht nötig und zweitens einfach nur dumm ist.

Wenn du wissen möchtest, wie du ECHTE Rezensionen für dein Buch bekommst, die meines Wissens nach auch AGB-konform sind, dann lies dir gerne meinen Blogartikel dazu durch.

 

Mythos #5 – Nischenlisten im Internet

Eine gute Nische zu finden, ist wie die Nadel im Heuhaufen zu finden. Es ist die Belohnung einer stundenlangen Arbeit.

Dennoch gibt es Leute, die so selbstlos sind und ihre Nischen in eine Liste schreiben und diese veröffentlichen. Alles, was du tun musst, ist deine E-Mail-Adresse abgeben.

Das war natürlich ironisch gemeint, wenn jemand seine Nischen veröffentlicht, dann ist das für sein Amazon eBook Business schädlich. Also macht derjenige das höchstens mit bereits ausgelutschten Nischen oder um eine E-Mail-Liste aufzubauen.

Wenn du so eine Liste siehst, weißt du, dass du nicht der Einzige mit diesen „geheimen“ Informationen bist. Mit Sicherheit sind andere darauf reingefallen und produzieren fleißig Bücher für eine Nische, in der sie nie Erfolg haben werden, da bereits die anderen den Nachfrageüberhang abgeschöpft haben.

Also immer hinterfragen, selbstständig denkend durch die Welt gehen und aufpassen.

Mach‘ lieber eine fundierte Nischenrecherche, sodass du quantitative und qualitative Faktoren zur Einschätzung herausarbeitest, anstatt die Abkürzung zu gehen.

Du willst wissen, wie ich meine Nischen finde? Dann schau die mal diesen Blogbeitrag an!

 

Mythos #6 – Die 0,99 Euro eBook Strategie

Diese Strategie gibt es schon ewig und obwohl einige Leute, mich eingeschlossen, den Sinn dieser Methode mehrfach widerlegt haben, hält sie sich wacker bis zum heutigen Tage.

Die 99 Cent Strategie im Amazon eBook Business

Ich habe sogar ein Video nur dem Unsinn dieser Strategie gewidmet. Das findest du hier.

Darüber hinaus lässt der Amazon-Algorithmus Umsatzkennzahlen mit einfließen und bevorzugt deshalb hochpreisige Bücher. Das heißt, dass du dir mit einem Preis von 99 Cent selber Fußfesseln anlegst.

Des Weiteren ziehst du damit eine unangenehme Zielgruppe an. Das sind meistens die Sparfüchse, die sich trotz des günstigen Preises über jede Scheiße (entschuldige bitte die Wortwahl) aufregen.

Oft wird die 99-Cent-Strategie nur angewandt, um Rezensionen einzusammeln. Auf diesem Wege sind sie meistens nicht AGB-konform. Das liegt aber weniger am Preis, sondern mehr an den Selfpublishern, die diese Strategie anwenden.

 

Mythos #7 – 100 % passives Einkommen

Ich stelle immer wieder fest, dass viel angehende Publisher glauben, das Amazon eBook Business würde zu 100 % passives Einkommen generieren.

Sie denken, sie veröffentlichen drei bis fünf Bücher und liegen dann den Rest ihres Lebens in Thailand am Strand.

Das ist aber leider nicht ganz die Realität. Amazon übernimmt zwar Versand, Retoure, Zahlungsabwicklung und Druck, aber das heißt nicht, dass es für uns nichts mehr zu tun gibt, wenn ein Projekt erst mal auf dem Markt ist.

Im Gegenteil, du musst deine bezahlten Werbeanzeigen optimieren, du musst auf negative Rezensionen reagieren, deine Marketingmethoden stetig anpassen und überdenken, du musst dein Buch verbessern und auf dem aktuellen Stand halten und vieles mehr.

Du musst auch mal neue Bücher bringen, da zum Beispiel, die Konkurrenz zu stark geworden ist oder die Nische ein auslaufender Trend war.

Viele denken auch, weil Januar und Februar gut liefen, sind sie jetzt für den Rest ihres Lebens sicher. Das kann aber im August schon ganz anders aussehen, da es in den meisten Nischen so etwas wie ein Sommerloch gibt. Januar und Februar sind für gewöhnlich die stärksten Monate im Amazon-Kindle-Business.

Sei dir als darüber bewusst, dass es sich um ein richtiges Unternehmen handelt, um das sich gekümmert werden muss, das du skalieren kannst, dass du langfristig führen kannst.

Ich hoffe, ich konnte etwas aufräumen und Klarheit darüber schaffen, was wichtig und richtig ist und was nicht.

Wenn du wissen möchtest, ob es sich aktuell (also in 2020) noch lohnt, mit dem Kindle Business anzufangen, dann empfehle ich dir diesen Blogbeitrag von mir.

Falls du sonst noch irgendwelche Fragen hast, oder dein Amazon eBook Business richtig in Fahrt bekommen möchtest, trage dich gerne zu meiner kostenlosen Strategie-Session ein. Dort schauen wir gemeinsam, ob wir dir helfen können und eine Lösung für dich finden.

 

Lieben Gruß und bis zum nächsten Mal!

Dein Tom von Nomad Publishing

 

Leuchtendes Fragezeichen mit Text Overlay: "Die 7 häufigsten Irrtümer über das Amazon E-Book Business"

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