Amazon ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Konsumgesellschaft. Eine aktuelle Studie des IFH Köln zeigt, dass bereits 94% aller Online-Shopper in Deutschland schon einmal etwas auf Amazon bestellt haben.
Nahezu jeder von uns nutzt die Plattform Amazon im Alltag. Die grenzenlose Auswahl an Produkten, Lieferung am nächsten Tag und der erstklassige Kundenservice sind für viele unverzichtbar geworden.
Doch was die wenigsten wissen: Auf Amazon kann man nicht nur shoppen, sondern auch selbst Artikel verkaufen und damit durchaus sehr viel Geld verdienen. Und das zum Teil ohne eigenes Produkt, ohne Vorerfahrung und ohne nennenswertes Startkapital.
Wie genau dieser Verkauf funktioniert und welche drei Möglichkeiten es im Jahr 2026 auf das Siegertreppchen der beliebtesten Geschäftsmodelle des Online-Marktplatzes Amazon geschafft haben, das wollen wir euch im folgenden Beitrag verraten.
Wie du an Amazons Erfolg mitverdienen kannst
Der Aufstieg Amazons zur Nr. 1 eCommerce-Plattform ist einmalig. In Deutschland erzielte Amazon im Geschäftsjahr 2024 einen Nettoumsatz von rund 40,9 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 39,4 Milliarden Euro (Quelle: Börsenblatt). Das entspricht einem Wachstum von rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon profitiert aber nicht nur Amazon selbst, sondern auch unzählige andere Personen und Unternehmen auf der Welt, die auf Amazon ihre Produkte verkaufen.
Das liegt an der grundsätzlichen Beschaffenheit Amazons: Als Marktplatz und Handelsplattform bietet Amazon externen Händlern die Möglichkeit, ihr Produkt für Millionen von potenziellen Kunden verfügbar zu machen.
Amazon selbst verdient an jedem Verkauf dieser Händler und natürlich auch an Eigenmarken (z.B. Amazon Basics), Abo-Modellen (Prime, Audible und Co.) und diversen anderen Sparten.
Aus diesem Grund stellt Amazon eigene Programme zur Verfügung, die das Verkaufen eigener Artikel auf der Plattform für jeden einfach und attraktiv gestalten sollen.
Das wohl größte und bekannteste Programm nennt sich Amazon FBA („Fulfillment by Amazon“). Hierbei geht es vereinfacht gesagt darum, physische Produkte jeglicher Art zu produzieren oder einzukaufen und diese anschließend ins Lager von Amazon zu schicken. Wird eine Einheit des Produkts über die Plattform verkauft, schickt Amazon das Produkt direkt an den Kunden. So profitieren Händler von der riesigen Reichweite der Plattform, ohne sich um Lagerung, Versand oder Kundenservice kümmern zu müssen.
Ein weiteres sehr beliebtes Modell ist Amazon KDP („Kindle Direct Publishing“). Bei diesem Modell geht es um den Verkauf von eBooks und Büchern auf Amazon. Als Jeff Bezos das Unternehmen im Jahr 1994 an den Start brachte, fing er genau damit an, da Bücher sehr einfach zu versenden waren und gute Margen einbrachten. Besonders interessant an diesem Modell ist das Print-on-demand-Verfahren. Die über KDP veröffentlichten Bücher werden erst gedruckt, wenn sie tatsächlich verkauft wurden. So startet man ohne große Auflage, mit kleinem Invest und wenig Risiko.
Das dritte Programm in diesem Beitrag heißt Amazon MBA („Merch by Amazon“), auch bekannt als „T-Shirt-Business“. Hierbei verdient man Geld über den Verkauf von Designs auf Textilprodukten wie T-Shirts, Hoodies und mehr. Auch diese Produkte werden von Amazon über ein Print-on-demand-Verfahren abgewickelt.
Geld verdienen mit Amazon – welches Modell ist das beste?
Mit allen drei Tools besteht die Möglichkeit, auf Amazon Geld zu verdienen, und alle Modelle haben ihre absolute Daseinsberechtigung. Es gibt nicht das eine beste Modell. Du musst für dich das Modell finden, das am besten zu dir, deinen Fähigkeiten und deinen Voraussetzungen passt.
Mit diesem Artikel wollen wir dich dabei bestmöglich unterstützen. Wenn du bis zum Ende liest, weißt du genau, welches Modell für dich am besten geeignet ist, und kennst die nächsten Schritte.
Mit Amazon FBA Geld verdienen – Werde selbst zum Online-Händler!
Schaut man sich die Palette der Produkte auf Amazon an, dann gibt es wohl kaum etwas, was es dort nicht gibt. Egal ob Elektronikartikel, Babyspielzeug, Lebensmittel oder Küchengeräte – mit wenigen Klicks sind Produkte auf dem Weg zu uns nach Hause. Artikel aus jedem Bereich des Lebens sind dort von Amazon selbst oder anderen Unternehmen zu finden und werden schnell zum Kunden geliefert. Auch der Verkauf von Private Label Produkten nimmt immer mehr zu. Bei diesen Private Label Waren handelt es sich um Eigenmarken eines Amazon FBA Händlers, die ausschließlich in deren Namen produziert und vertrieben werden.
Die wenigsten Käufer auf Amazon wissen, dass die meisten Artikel gar nicht von Amazon selbst, sondern von Dritthändlern angeboten werden. Diese können die Plattform für ihre Geschäfte nutzen und dabei sogar auf die Infrastruktur von Amazon zurückgreifen. Kommissionierung, Verpackung, Versand, Lagerung, Kundensupport und Retourenmanagement werden dabei komplett von Amazon übernommen (auf Englisch: Fullfilment by Amazon).
Für diese Dienstleistungen drücken die Händler im Schnitt rund 15% ihrer Marge an Amazon ab, immer abhängig von der jeweiligen Produktkategorie. Die meisten Händler verkaufen ihre Produkte dennoch mit einer Marge von teilweise über 30% und profitieren enorm vom leichten Handling, der riesigen Kundschaft und dem zuverlässigen Versand.
Das Modell hat sich in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Doch welche Schritte muss man gehen, um als Verkäufer auf Amazon durchzustarten?

Was macht Amazon FBA so attraktiv?
Amazon FBA ist ein extrem skalierbares Geschäftsmodell. Sobald du einmal den „Code geknackt“ hast und weißt, wie du Produkte erfolgreich verkaufen kannst, musst du diesen Vorgang nur immer wieder wiederholen, um dein Einkommen zu steigern.
Ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, kann man behaupten, dass Fulfillment by Amazon eine wahre Millionärsfabrik ist. Es gibt unzählige Erfolgsgeschichten, die zeigen, was für ein unheimliches Potenzial in diesem Geschäftsmodell steckt, wenn man es professionell betreibt.
Zudem haben physische Produkte auf Amazon immer noch das größte Potenzial. Es gibt Produkte, die sich monatlich mehr als 10.000 Mal verkaufen. Auch die Zukunftsaussichten von FBA sind gut: Amazon wächst stetig und ist einer der größten Profiteure der turbulenten letzten Jahre.
Darüber hinaus ist FBA enorm facettenreich. Du bekommst als Anfänger Wissen in ganz unterschiedliche Bereiche des eCommerce, von dem du auch in anderen Online-Business-Modellen, außerhalb Amazons, profitieren wirst.
Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit eines schnellen Markenaufbaus. Amazon setzt uns quasi ein Millionenpublikum vor die Nase und wir können uns recht einfach eine Stammkundschaft aufbauen, die wir anschließend auch außerhalb Amazons monetarisieren können. In der Online-Welt nennt man das Zielgruppenbesitz, welcher wertvoller ist als der eigentliche Produktbesitz. All diese Möglichkeiten und Daten müssen gekonnt genutzt werden um auf Amazon Geld zu verdienen und Produkte zu vertreiben. Aus der beworbenen Zielgruppe werden Stammkunden, die regelmäßig Käufe tätigen, mit gezieltem Marketing lässt sich so dauerhaft ein Geschäft aufbauen und auf Amazon Geld verdienen.
Was dir kein FBAler erzählt
Auch wenn FBA von vielen hochgelobt wird, gibt es diverse Schattenseiten, über die du als Anfänger informiert sein solltest.
Der wichtigste Punkt ist wie immer das Geld. Im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Modellen hast du einen enorm hohen Kapitalbedarf. Mit weniger als 10.000 Euro Startkapital ist es mittlerweile kaum noch sinnvoll zu starten. Das liegt vor allem an den hohen Produktions- und Entwicklungskosten.
Zudem hast du eine hohe Kapitalbindung. Du musst quasi immer warten, bis die Produkte im Amazon-Lager vollständig abverkauft sind, bis du dein investiertes Geld zurückbekommst und Gewinne einstreichst. Das ist bei KDP und MBA durch das Print-on-demand-Verfahren anders, die Artikel werden werden erst nach der Bestellung gefertigt und an den Kunden gesendet, so lässt sich leicht Geld auf Amazon verdienen, ohne große Kapitalbindung in fertige Ware.
FBA gibt es schon seit vielen Jahren und es ist eines der bekanntesten Möglichkeiten, online viel Geld zu verdienen. Dementsprechend viele Mitstreiter gibt es auch. Der Markt ist sehr dynamisch und stark umkämpft. Insbesondere der Konkurrenzdruck aus Asien ist in den letzten Jahren auf Amazon stetig größer geworden. Produkte werden oftmals dreist kopiert und durch den direkten Draht zum Produzenten mit besseren Margen produziert, dies fördert den Verkauf bei diesen Händlern. Deutsche Verkäufer ziehen hier oftmals den Kürzeren, bleiben auf ihren Waren sitzen und generieren weniger Umsatz mit den angebotenen Produkten.
Ein weiterer, von vielen unterschätzter Nachteil ist das Handling und die Kommunikation mit ausländischen Firmen und Behörden beim Ein- und Verkauf, wie z. B. dem Zoll. Ganz zu schweigen von dem buchhalterischen Aufwand, meistens ist es sinnvoll, die Buchhaltung extern bearbeiten zu lassen.
Insbesondere in den letzten Jahren haben sich immer wieder negative Folgen der Wirtschaft auf das FBA-Business abgezeichnet. Lieferengpässe, Währungsschwankungen, steigende Transportkosten und Inflation haben dazu geführt, dass viele FBAler ihr Business aufgeben mussten.
Also wie immer ist nicht alles Gold was glänzt und man sollte die Chancen und Risiken dieses Modells genau abwägen. Am Ende dieses Artikels ziehen wir übrigens einen großen Vergleich und ein Fazit.
Amazon KDP – Mit Büchern zum passiven Einkommen
Eine etwas unbekanntere Möglichkeit auf Amazon Geld zu verdienen, ist der Verkauf von eBooks und Büchern über Amazon KDP.
Wer denkt, Amazon KDP sei nur etwas für Autoren, irrt sich. Die meisten Kindle Publisher schreiben ihre Bücher nicht selbst, sondern lagern die Texterstellung an Experten aus. Ist ein Buch einmal fertig, kann es bei guter Vermarktung tausendfach über die Plattform verkauft werden.
Besonders spannend ist das Print-on-Demand-Verfahren, das bedeutet, dass Bücher erst dann gedruckt werden, wenn sie bereits verkauft wurden. Ein riesiger Vorteil, denn so müssen wir nicht in Vorkasse gehen, um eine Auflage drucken zu lassen, auf der wir im Worst Case sitzen bleiben. Der Print-on-Demand-Service hält die Kosten niedrig.
Besonders geschätzt wird Amazon KDP aufgrund seiner Passivität. Ist ein Buch einmal veröffentlicht, muss der Publisher sich lediglich um die Vermarktung kümmern. Alle anderen Bereiche werden von Amazon übernommen:
- Technische Umsetzung und Erstellung der Produktseite
- Bestell- und Zahlungsabwicklung
- Druck und Versand der Bücher
- Kundensupport und Bearbeitung der Retouren
- Rechnungsstellung
Kindle Publisher erhalten im Schnitt 40 bis 70% Marge, was bei den üblichen Verkaufspreisen von Büchern in der Regel ca. 3 bis 7 Euro entspricht. Da kann man sich ausrechnen, dass dort schnell einige Hundert oder gar Tausend Euro pro Buch an monatlichen Gewinnen hängenbleiben.
Grundsätzlich kann man den Buchmarkt in drei verschiedene Sparten einteilen:
- Belletristik/Fiction (z.B. Romane)
- Sachbücher/Non-Fiction (z.B. Ratgeber)
- Low-/No Content (z.B. Erfolgsjournale)
In 2026 hat sich herausgestellt, dass insbesondere Buchthemen aus den Bereichen Kinderbücher, Kochbücher, Reisebücher und diverse Ratgeberthemen sehr gut funktionieren.
Folgende Schritt muss man als Kindle Publisher gehen, um ein Buchprojekt als eBook erfolgreich abzuwickeln:

Wir bei Nomad Publishing haben uns auf die Erstellung und Vermarktung von Non-Fiction-Büchern auf Verlagsniveau spezialisiert. Hier geht es in erster Linie darum, Probleme bzw. Bedürfnisse von Personen zu identifizieren und dafür eine Lösung in Form eines eBooks oder dessen Inhalt anzubieten.
Was macht Amazon KDP so attraktiv?
Starten wir auch hier direkt mit dem Verdienstpotenzial.
Dieses ist pro Buch gesehen sicher nicht so hoch wie bei Amazon FBA. Die Frage ist aber, mit welchem Einsatz du welchen Return in diesem Geschäft erreichen willst. Die Erstellung eines eBooks auf KDP ist wesentlich einfacher als die Erstellung eines Produktes für FBA. So kommt es, dass sich KDP vom Verdienstpotenzial keinesfalls verstecken muss.
Da wir selbst KDP betreiben, haben wir gute Einsichten in den Markt und sehen immer wieder Kindle Publisher, die mit nur einem Buch über 10.000 Euro Gewinn pro Monat erwirtschaften. Das sind natürlich absolute Überflieger-Projekte, aber sie zeigen, was möglich ist. Selbst mit wenigen Hundert Euro monatlichem Gewinn pro Buch kann man durch die Veröffentlichung mehrerer Bücher ein beachtliches Einkommen aufbauen.
Die Kosten für die Erstellung von professionellen Buchprojekten übersteigen häufig den Wert von 2.500 Euro nicht. Also im Vergleich zu FBA ein eher geringer Kapitalaufwand.
Auch die kurze Umsetzungsdauer für Buchprojekte auf KDP ist ein Pluspunkt. Viele Anfänger sind ungeduldig und wollen schnell die ersten Erfolge sehen, bevor die Motivation sinkt.
Zudem kannst du auf Amazon KDP fast alles auslagern: Du musst dein Buch nicht selbst schreiben (dafür gibt es Experten), das Cover nicht selbst gestalten, und selbst bei der Vermarktung wirst du von Amazon tatkräftig unterstützt.
Amazon KDP ist das passivste aller Amazon-Business-Modelle. Einmal hochgeladen wird dein Buch automatisiert 24/7 verkauft und du erhältst einfach deine Gewinne ausgezahlt. Bis auf ein wenig Bestandspflege und Marketing für deine Buchprojekte hast du nach dem Upload keine Arbeit mehr damit. Also ideal für digitale Nomaden,die nebenbei Reisen wollen oder Menschen, die ihr Online-Unternehmen nebenberuflich starten.
KDP und KI: Ein Geschäftsmodell, das von der aktuellen Entwicklung profitiert
Das ist ein Punkt, der KDP im Jahr 2026 besonders spannend macht. Kein anderes der drei Amazon-Modelle profitiert so stark von den aktuellen Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz wie KDP.
Früher war die Texterstellung der größte Kostenfaktor bei der Buchproduktion. Ein professioneller Ghostwriter ist teuer. Mit modernen KI-Tools lässt sich dieser Prozess heute deutlich effizienter gestalten. KI kann bei der Recherche unterstützen, Struktur-Entwürfe liefern, Textpassagen als Rohfassung generieren und anschließend von einem Texter oder Lektor verfeinern lassen. Das reduziert den Aufwand und damit die Kosten erheblich.
Das Gleiche gilt für Cover und Illustrationen. KI-basierte Bildgenerierung macht es möglich, in kürzester Zeit ansprechende Entwürfe zu erstellen, die dann weiterentwickelt werden können.
Wichtig dabei: Amazon unterscheidet zwischen KI-assistierten und KI-generierten Inhalten. KI-generierte Inhalte müssen bei der Veröffentlichung angegeben werden. KI-assistierte Inhalte, also der Einsatz von KI als Hilfsmittel ohne direkte Inhaltsgenerierung, müssen nicht offengelegt werden (Quelle: Amazon Kindle Direct Publishing). Wer KI also als smarten Assistenten nutzt, statt sich komplett auf sie zu verlassen, ist auf der sicheren Seite und spart gleichzeitig bares Geld.
Kurz gesagt: KDP-Publisher, die KI sinnvoll einsetzen, haben heute einen echten Kostenvorteil gegenüber früher und können Projekte schneller und günstiger realisieren als je zuvor.
Entwicklung des Buchmarktes
Schauen wir uns die Zahlen an, gibt es gute Nachrichten für alle Kindle Publisher. Der deutsche Buchmarkt erzielte 2024 einen Gesamtumsatz von 9,88 Milliarden Euro und damit ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Markt & Mittelstand). Und das trotz schwieriger Wirtschaftslage.
Der Online-Buchhandel wies 2024 ein Wachstum von 4,4 Prozent auf und erreichte einen Umsatz von 2,51 Milliarden Euro (Quelle: Handelsdaten). Der Trend geht also klar in Richtung Online. Auch eBooks legen weiter zu: Der Umsatz mit eBooks stieg 2024 um 2,2 Prozent, und die Kaufintensität der eBook-Käufer nahm weiter zu. Im Schnitt kauft jeder Käufer 14 digitale Bücher, was im Vergleich zu 2023 ein weiterer Anstieg ist (Quelle: BuchMarkt). Und laut aktuellen Erhebungen liest inzwischen fast die Hälfte der Deutschen digital.

Zu schön, um wahr zu sein? Was spricht gegen KDP?
Natürlich gibt es nicht DAS perfekte Geschäftsmodell. Es gibt auch ein paar Sachen, die uns an KDP stören. Wie gravierend diese sind, muss jeder für sich selbst wissen:
Auch bei KDP lauern Copy-Cats! Leider kommt es vor, dass Konkurrenten sich an deiner erfolgreichen Arbeit bereichern wollen und dein Konzept oder andere stilistische Mittel wie Elemente deiner Buchtitel oder -cover übernehmen.
Man sollte schon etwas Kapital und Qualitätsanspruch mitbringen, denn es geht schließlich um das Veröffentlichen hochwertiger Bücher. Dementsprechend würde ich die Markteintrittsbarriere als „mittel“ einstufen.
Zudem gibt es bei KDP einige zusätzliche „regulatorische“ Regeln, die man beachten muss, wie z.B. eine Impressumspflicht in Büchern oder die deutsche Buchpreisbindung.
Eine weitere Sache, die negativ ist bei KDP, ist der schlechte Support. Leider ist es sehr abhängig vom Support-Mitarbeiter, ob einem wirklich geholfen ist oder ob man nur mit einer Standardantwort abgespeist wird. Das kann nervig, frustrierend und zeitraubend sein.
Mit nur wenigen Klicks könnte man aus einem normalen Buch ein Hörbuch produzieren lassen. Leider ist Audible’s Produktionsfirma „ACX“ auf dem deutschen Markt noch nicht verfügbar, sodass der Hörbuchmarkt nur über Umwege erschlossen werden kann.
Im Gegensatz zum Seller Central gibt es für KDPler keine dedizierte App. Das ist natürlich keine große Einschränkung, aber schön wäre es dennoch.
Amazon MBA – Mit T-Shirts zum eigenen Online-Business
Das letzte Modell, das wir euch vorstellen wollen, ist Merch by Amazon, kurz Amazon MBA. Oft wird es auch „T-Shirt-Business“ genannt, obwohl sich der Verkauf nicht nur auf T-Shirts beschränkt, sondern auch anderen Merch und Produkte miteinschließt, die man auf Amazon verkaufen kann.
Merch by Amazon funktioniert ähnlich wie Plattformen wie Spreadshirt, Redbubble oder Printify: Du lädst hier lediglich deine Designs hoch und die Textilien werden im Print-on-demand-Verfahren gefertigt, sobald sich jemand für dein Design entscheidet. Du erhältst anschließend dafür eine Provision und kannst so mit Amazon Geld verdienen.
Viele Leute die auf Amazon MBA unterwegs sind, erstellen ihre Designs mit Online Tools selbst am Computer. Allerdings gibt es auch einen recht großen Anteil an Leuten, die die Designerstellung und z.T. auch den Research an virtuelle Assistenten auslagern und dafür in einigen Fällen weniger als 1 Euro bezahlen. Ein geringer Einsatz der sich schnell auszahlen kann, so lässt sich prinizpiell unkompliziert Geld auf Amazon verdienen… Eine Besonderheit von MBA ist das sogenannte „Tier-Modell“. Tier ist hier als englisches Wort zu verstehen und bedeutet so viel wie Stufe oder Level.
Aufgrund der Tatsache, dass es verlockend leicht wäre einfach so tausende Designs hochzuladen und darauf zu hoffen, dass sich einige Produkte davon gut verkaufen, hat Amazon eine Begrenzung eingefügt. Du startest immer bei Tier 10. Das heißt, du hast 10 Slots, die du mit Produkten füllen kannst. Ein Slot wird durch ein Produkt oder einen Marktplatz eingenommen.
Ein Beispiel:
- 1x Hoodie auf amazon.de = 1 Slot
- 1x Hoodie auf amazon.de und amazon.fr = 2 Slots
- Je 1x Hoodie und 1x Shirt auf amazon.de und amazon.fr = 4 Slots
Farb- und Passformauswahl beeinflussen die Slots nicht. So gesehen kannst du theoretisch maximal zehn Designs (nur 1 pro Tag) auf Amazon hochladen. Willst du mehr hochladen, bzw. mehr verkaufen musst du ein Tier Up erreichen (Levelaufstieg). Das wäre dann Tier 25.
Doch wie steigt man im Tier-System auf?
Das wird über eine bestimmte Anzahl von Verkäufen bestimmt, deren genaue Zahl umstritten ist. Für ein Tier Up von Tier 10 auf Tier 25 braucht man zwischen 8 und 10 Verkäufe. Für das nächste Tier Up sind es dementsprechend mehr.
Es geht dann weiter mit Tier 100, Tier 500, Tier 1000, Tier 2000, Tier 4000, usw.
Ab Tier 100 hat man eine kritische Schwelle erreicht, ab der das MBA-Business wirklich lukrativ werden kann. Ab dieser Stufe, darfst du dein Produkt auch mit Amazon Werbeanzeigen bewerben, dies bietet neue Möglichkeiten und hilft dabei mehr Produkte zu verkaufen und mehr Umsatz zu generieren. Mithilfe einer Werbeanzeige von Amazon taucht dein Produkt bei passenden Suchen weit oben auf.
Folgende Schritte muss man als MBAler gehen, um ein Design erfolgreich auf den Markt zu bringen:
Was macht Amazon MBA so attraktiv?
Durch Amazons Regularien werden Spam und unnötige Massen-Uploads vermieden, was Unternehmern mit Qualitäts-Mindset mehr Spielraum gibt.
Die Markteintrittsbarriere ist nach der Account-Zusage vergleichsweise niedrig. Designs erhält man extrem schnell und günstig. Wie bei KDP ist auch hier der Kapitalbedarf aufgrund der Print-on-demand-Services minimal.
Sobald man in den Tiers steigt ist auch eine begrenzte Skalierbarkeit gegeben, die sich leicht nutzen lässt.
Der Aufwand ist, im Vergleich zu den anderen beiden Möglichkeiten mit Amazon Geld zu verdienen, verschwindend gering. Nahezu jeder kann auf schnellem Wege sein erstes Design im Internet anbieten und die Reichweite des Online Shops von Amazon nutzen. So kann man eigene Artikel auf der Website von Amazon verkaufen, die durch das Internet dann für Kunden auf der ganzen Welt verfügbar sind. So lässt sich auch oft ein eigenes Unternehmen rund um das eigene Produkt oder Design auf Amazon aufbauen.
Warum MBA für viele nur ein Sprungbrett ist – Erfahrungen
In den letzten Jahren ist der Hype um Amazon MBA recht groß geworden. Das zieht nach sich, dass immer mehr Leute in den Markt strömen und Designs reihenweise kopiert werden. Designs sind zwar leicht erstellt, bieten aber wenig Schutz vor Copy-Cats.
Nicht wenige MBAler berichten, dass die anfänglichen Gewinne zwar motivierend sind, der ständige Upload von Designs aber irgendwann sehr eintönig und stupide wird. MBA gilt daher von vielen als Sprungbrett zu FBA oder KDP.
Die Verdienstmöglichkeiten sind im Vergleich zu FBA und KDP verhältnismäßig gering. Fünfstellige Umsätze werden in der Regel nur durch den Upload Tausender Designs erreicht, was durch das Tier-System Ewigkeiten dauert. Das erschwert es dem Verkäufer deutlich, schnell mit Amazon Geld zu verdienen.
Ein sehr großes Problem im Bereich Amazon MBA ist das Thema Markenrecht. Durch die massenhaften Uploads verlieren MBAler nicht selten den Überblick und können nicht mehr nachvollziehen, ob einige Designs Rechte anderer verletzen. Amazon handelt in solchen Fällen sehr konsequent und hat in der Vergangenheit massenhaft Accounts bei Markenrechtsverstößen gesperrt.
Auch das Tier-System macht MBA deutlich unattraktiver, da Amazon unheimlich viel Zeit bei der Beantwortung von Bewerbungen, Fragen und der Umsetzung von Tier-Ups benötigt. Viele Anfänger brauchen ewig, um auf neue Tiers zu kommen und fühlen sich ausgebremst. Die anfängliche Motivation schlägt dann schnell in Frust über.
Hinzu kommen die Frequenz und Dynamik von Veränderung durch Amazon am MBA-Programm. Es gibt im Vergleich zu FBA und KDP sehr häufig Anpassungen, von denen viele Teilnehmer des MBA-Programms genervt sind.
Exkurs: Amazon Partnernet – Mit Affiliate-Links Geld verdienen (Affiliate Marketing)
Bevor wir die drei Modelle vergleichen, gehen wir der Vollständigkeit halber noch auf das Amazon Partnerprogramm ein. Dort hast du die Möglichkeit dich als Affiliate Partner zu bewerben, um anschließend Traffic über deine Links auf Amazons Produktseiten zu schicken. Kauft jemand dieses Produkt über deinen Affiliate Link, erhältst du eine Provision über das Affiliate Marketing Programm.
Ein Beispiel dafür sind die „amzn.to“-Links, die du oft unter Videos findest, wo der Content Creator sein Kamera-Equipment oder angesprochene Produkte per Affiliate Links oder Produktempfehlungen platziert. Nutzt du einen dieser Affiliate Links und kaufst dann das Produkt, unterstützt du den Creator, da er dafür die Provision erhält. Du bzw. der Kunde zahlt aber nicht mehr Geld als sonst.
Die Provision im Affiliate Programm ist als Prämie für Kundengewinnung zu verstehen. Schließlich verwandelst du deine Reichweite in Amazon-Kunden, die das beworbene Produkt der Marke im Internet kaufen.
Letzteres ist auch der Knackpunkt, warum wir Amazon Affiliate nur als „Exkurs“ und nicht als eigenständiges Businessmodell aufführen. Das eigentliche Business hinter dem Partnerprogramm ist der Reichweitenaufbau über Blogs, Nischenseiten, Streaming-Kanäle oder allgemeine Influencer-Tätigkeiten.
Dazu kommt, dass die Provisionen bei Werbung via Amazon Affiliate sehr klein sind und ein beachtlicher Kundenstrom über deine Affiliate-Links kaufen muss, um nennenswerte Gewinne mithilfe des Partnerprogramms zu erzielen.
Teure Produkte einer bekannten Marke, wie beispielsweise das Kamera-Equipment von Content Creatern und Bloggern bieten sich also für die Verwendung im Amazon Partnerprogramm an. Sie werden aber auch seltener gekauft als Produkte des täglichen Bedarfs.
Du kannst das Partnernet auch nutzen, um deine eigenen Produkte zu bewerben und mit Amazon Affiliates zweimal an einem Verkauf zu verdienen. So werden alle Möglichkeiten kombiniert und ausgeschöpft. Aufgrund des großen Aufwands eignet sich das Amazon Partnerprogramm nicht, um ausschließlich damit Geld zu verdienen und Gewinne zu erzielen. Als Partner im Amazon Partnerprogramm können Provisionen mit der eigentlichen Tätigkeit von Influencern verknüpft werden, um zusätzlich Geld zu verdienen.
Gegenüberstellung der drei Amazon-Modelle
Welche Möglichkeit ist jetzt die Beste für dich? Wie du siehst haben alle Modelle ihre Vor- und Nachteile. Wie kannst nun das für dich passende Geschäftsmodell mit den besten Möglichkeiten ausmachen und auf Amazon Geld verdienen?
Dafür muss man zwei Seiten betrachten:
- Deine persönliche Ausgangssituation
- Die Gegebenheiten des Geschäftsmodells
Bei deiner persönlichen Ausgangssituation geht es darum, herauszufinden, was du erwartest, welche Risiken du bereit bist einzugehen und was du in den Topf wirfst, um an dein Ziel zu kommen.
Hast du ein kleines finanzielles und zeitliches Budget und möchtest mit Amazon Geld verdienen, ist Amazon FBA für dich höchstwahrscheinlich keine sinnvolle Option. Zusätzlich brauchst du für Amazon FBA aufgrund der hohen Kapitalbindung eine relativ ausgeprägte Risikoaffinität. Belohnt wirst du dann aber durch nahezu uneingeschränkte Skalierbarkeit und ein Unternehmen, dass du vielleicht sogar ewig betreiben kannst.
Aber entspricht das deinen Erwartungen? Vielleicht möchtest du dir ja auch nur mit wenig Arbeitsaufwand, neben deinem Hauptberuf, ein zweites Standbein aufbauen und etwas Geld verdienen, von dem du aber nicht unbedingt leben können musst. Dann wären MBA oder KDP vielleicht die besseren Möglichkeiten.
All diese Dinge musst du für dich selbst herausfinden. Hast du hier Klarheit, kannst du die Modelle von Amazon untereinander vergleichen und jenes wählen, welches am besten auf dich zugeschnitten ist.
Dafür haben wir eine Tabelle erstellt, die dir dabei helfen soll, die wichtigsten Faktoren zu betrachten und zu vergleichen:

Warum wir der Auffassung sind, dass Amazon KDP für die meisten Leser die beste Option ist
Schaut man sich den Vergleich an, fällt schnell auf, dass Amazon KDP in kaum einem Bereich schlecht abschneidet. Wir würden es als die goldene Mitte bezeichnen. Besonders zeichnet es sich durch folgende fünf Punkte aus:
Hohe Passivität: Dadurch, dass du fast alles auslagern kannst, lässt sich mit einem Mindestmaß an Arbeit ein gutes Einkommen aufbauen. Outsourcing hat natürlich seinen Preis, ist aber im Vergleich zu FBA überschaubar.
Du schaffst einen wirklichen Mehrwert für Menschen: Während manche Designs oft als kurzfristige Kitsch-Späße herhalten müssen, kannst du mit guten Ratgebern auf Verlagsniveau vielen Menschen helfen, ihre Probleme zu lösen oder ihren Traum zu verwirklichen. Das Feedback von diesen Menschen ist unserer Meinung nach unbezahlbar und erfüllt einen neben dem Einkommen auch noch mit Stolz.
KDP ist ein Türöffner: Während du bei MBA nur ein Minimum an unternehmerischer Tätigkeit verfolgst, lernst du bei KDP viele Facetten des Online-Marketings und der Unternehmensführung kennen. Mit diesem Erfahrungsschatz ist es wesentlich leichter, die nächste Stufe zu erreichen.
Deine Werke sind einzigartig: Ein T-Shirt-Design ist leicht kopiert. Umfangreiche Bücher auf Verlagsniveau kann man schlicht und einfach nicht so einfach nachmachen, da sie deutlich umfangreicher sind und die Markteintrittsbarriere deutlich höher liegt.
KI als echter Vorteil: Wie oben beschrieben, profitiert KDP wie kein anderes Amazon-Modell von den aktuellen KI-Entwicklungen. Die Produktionskosten sinken, die Geschwindigkeit steigt. Wer KI als Werkzeug klug einsetzt, hat heute einen echten Wettbewerbsvorteil.
Schelle Ergebnisse: Dieser Punkt ist meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen. Entscheidet man sich ein Modell anzugehen, hat man einen kurzfristigen Motivationsschub, den es schnell mit Resultaten zu befeuern gilt, bevor er in Frust erstickt. Bei FBA und MBA dauert es ewig, bis es mit den Einnahmen so richtig losgeht. Bei KDP hingegen kannst du in nur wenigen Wochen von 0 auf 100 starten und dein erstes drei- oder vierstelliges Buchprojekt ins Rennen schicken.
Das und viele weitere Gründe bringen uns zu dem Fazit, dass KDP als Median zwischen MBA und FBA unserer Meinung nach das beste Amazon-Geschäftsmodell für Anfänger und Fortgeschrittene ist.
Mit Amazon Geld verdienen – wie geht es jetzt weiter?
Du hast jetzt die drei wichtigsten Amazon-Business-Modelle kennengelernt und weißt, welche Schritte du gehen musst, um sie profitabel betreiben zu können. Bevor du aber Hals über Kopf in das Business-Abenteuer stürzt, solltest du dir zuerst einmal Gedanken über deine Ziele und deine persönliche Ausgangssituation machen.
Basierend darauf kannst du dich für ein Amazon-Business entscheiden und es anschließend wirklich konsequent durchziehen. Eines solltest du aber auf keinen Fall machen: alles mal so halbherzig antesten. Entscheide dich und zieh es durch! Du kannst mit allen drei Tools Geld mit Amazon verdienen. Das steht außer Frage.
Grundsätzlich solltest du nach deiner Entscheidung damit beginnen, dich tiefgehender zu informieren, Free-Content in Form von Blogs, Videos und Podcasts zu konsumieren und dir eventuell einen Experten oder Mentor zu suchen. Letzteres darf auch einiges kosten, da er dir eine Abkürzung, vorbei an Fehlern zeigen wird, die dich mehr Geld kosten würden als das Mentoring selbst.
Solltest du Interesse an Amazon KDP haben, können wir dir zum Einstieg unseren kostenlosen Workshop „Das Geheimnis von Büchern mit mehr als 1.000 € Gewinn pro Monat“ empfehlen. In diesem Workshop lernst du alles, was du aktuell brauchst, um mit Amazon KDP im Jahr 2026 erfolgreiche Projekte umzusetzen.
Wir hoffen dieser Beitrag war hilfreich für dich. Schau auch gerne mal auf unserem YouTube-Kanal oder bei unserem Verlagsniveau-Podcast vorbei.
Beste Grüße,
dein Team von Nomad Publishing
Quelle: https://einzelhandel.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=10572


